Bénédicte Savoy

Bénédicte Savoy erhält den 47. Prix Européen de l’Essai für ihr Buch À qui appartient la beauté? (Paris: La Découverte, 2024), in Zusammenarbeit mit Jeanne Pham Tran.

Photo © Maurice Weiss
Die Jury des Prix Européen de l’Essai würdigt in dem Buch À qui appartient la beauté? die komplexe Kunst, alle Problemstellungen im Zusammenhang mit der Rückgabe von Kunstwerken hervorzuheben. Indem der Umlauf dieser Objekte eine Weltgeschichte zeichnet, ermöglicht dieses Essay eine Auseinandersetzung sowohl mit der Welt der Kunst als auch mit der Welt der Politik. Die Essayistin bietet ein unverzichtbares Material zum Nachdenken, Hinterfragen, Einordnen und Diskutieren eines Themas, das in unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken ist. Die Jury möchte Bénédicte Savoys Werdegang als Kunsthistorikerin sowie ihr wissenschaftliches Engagement als Vermittlerin vor Ort würdigen.

Preisverleihung

—Conférence
Bénédicte Savoy
Lauréate du Prix Européen de l’Essai

—Laudatio
Emmanuel Laurentin
Journaliste et historien

—Motivations du jury
Michael Wirth
Membre du jury du Prix Européen de l’Essai

—Accueil
Cyril Veillon
Président du jury du Prix Européen de l’Essai et de la Fondation Charles Veillon

Diskussionspodium

Bénédicte Savoy, lauréate du Prix Européen de l’Essai discute avec Carine Ayélé Durand (directrice du Musée d’Ethnographie de Genève), Marc-André Renold (avocat, professeur honoraire de l’Unige, co-titulaire de la Chaire UNESCO en droit international de la protection des biens culturels), et Bansoa Sigam (curatrice et chercheuse en histoire de l’art, spécialisée sur les matrimoines d’Afrique en musées).
Modération: Nicolas Bancel (historien, professeur ordinaire à la Faculté des sciences sociales et politiques de l’Université de Lausanne).
Introduction par Estelle Doudet, vice-rectrice de l’Université de Lausanne.

En partenariat avec l’Université de Lausanne et le Théâtre de Vidy.

—Fotos
© Sylvain Chabloz
4. Sept. 2025
Théâtre de Vidy Lausanne

Couverture Prix Européen de l'Essai 2025
Die Büste der Nofretete, der Pergamonaltar, das Genter Altar des mystischen Lammes, die Sixtinische Madonna, die Bronzeköpfe des Sommerpalastes in Peking, das Ladenschild des Kunsthändlers Gersaint, die Statue der »Bangwa-Königin« von Kamerun, das Bildnis Adele Bloch-Bauer, die »königlichen Schätze« von Benin: Durch die Reise von emblematischen Werken reflektiert Bénédicte Savoy über Begierde und Herrschaft, über Bruch und Wiedergutmachung, über die Emotionen, die Schönheit weckt, und über das Erbe, das wir weitergeben möchten.

Es ist wichtig, der Öffentlichkeit die Zusammenhänge bewusst zu machen, die es den europäischen Museen ermöglicht haben, das zu werden, was sie heute sind: die Aufbewahrungsorte der Weltkunst, sicherlich, aber auch, und ebenso wichtig, der Geschichte und Geopolitik des 19. und 20. Jahrhunderts. […]
Introspektion ist die Bemühung, diese in unseren Museen aufbewahrten Objekte, gemeinsam mit der Geschichte ihrer Ankunft bei uns und den Menschen zu verknüpfen, die heute dort leben, wo sie gestern waren. Es geht ums Zeigen und Denken; es geht darum, bewusst den lästigen Teil unserer Geschichte als Europäer, »denen alles zugefallen ist«, anzunehmen.
Bénédicte Savoy, À qui appartient la beauté? Paris, La Découverte, 2024